Was ist eine therapeutische Hypnose – und was passiert da? Wenn Du Dir überlegst, ob Du eine Hypnose machen möchtest, beschäftigt Dich vielleicht diese Frage. Mir ist wichtig, dass meine Klienten sich sicher fühlen und immer genau Bescheid wissen, was wir tun – und auch warum. Ich beantworte hier deshalb die 7 häufigsten Fragen zur therapeutischen Hypnose, die mir immer wieder gestellt werden. 

1. Was ist eine therapeutische Hypnose?

Im Gegensatz zur sogenannten Show-Hypnose geht es bei der therapeutischen Hypnose nicht um Unterhaltung, sondern um ein Verfahren, das Dich bei Deinem persönlichen Entwicklungsprozess unterstützen soll.(Siehe dazu mein Artikel „Show-Hypnose – was ist das?“) 

Im Erstgespräch schilderst Du mir, was Du mit der Hypnose-Therapie erreichen möchtest und wir klären, ob eine Hypnose dafür in Frage kommt.

Wenn Du noch nie eine Hypnose erlebt hast, machen wie im ersten Schritt zunächst eine sogenannte Entspannungs-Hypnose.

Du machst Dich dadurch mit dem Ablauf einer therapeutischen Hypnose und dem Erleben der Trance vertraut und wir können eventuelle Fragen klären.

Die meisten Menschen empfinden übrigens bereits diese Entspannungs-Hypnose als sehr angenehm, tief entspannend und wohltuend.

Erst nachdem Du Dich mit dem Ablauf vertraut gemacht hast gehen wir zum nächsten Schritt über. Im zweiter Schritt lernst Du, wie Du die Vorstellungsbilder (Imaginationen) der Hypnose zu Deiner inneren Stabilisierung und Stärkung nutzen kannst. Die Imaginationen wähle ich entsprechend der Art Deiner Beschwerden und Ziele.

Am Anfang jeder Sitzung besprechen wir die Inhalte und den Ablauf, damit Du immer genau Bescheid weißt.

2. Funktioniert Hypnose bei mir überhaupt?

Oft haben Menschen Angst, dass Hypnose bei ihnen nicht funktioniert. Aber Trance ist ein natürlicher Zustand, den jeder Mensch kennt. Du erlebst Trancezustände täglich, zum Beispiel beim Einschlafen und Aufwachen. Oder bei Tagträumen und wenn Du von einem Buch oder einem Film so gefesselt bist, dass Du Deine Umgebung kaum mehr wahrnimmst.

Das heißt, jeder normal intelligente Mensch ist fähig, in Hypnose zu gehen, so weit er möchte.

Ich schreibe bewusst „in Hypnose gehen“, statt „sich hypnotisieren lassen“. Das ist mir wichtig.

Denn im Gegensatz zu vielen Vorurteilen ist der Klient bei einer Hypnose nicht passiv ausgeliefert. Ohne Deine Bereitschaft, in Hypnose zu gehen geht es nicht. Hypnose ist Teamwork. Dazu nachher noch mehr.

3. Bin ich in Hypnose bewusstlos?

Hypnose ist kein Schlafzustand oder „Bewusstlosigkeit“. Es gibt unterschiedlich tiefe Trance-Phasen, die sich während einer Sitzung immer wieder abwechseln.

Der Verlauf der Phasen ist eher wellenartig, von einem Gefühl des Wachseins bis hin zu Phasen, wo innere Wahrnehmungen im Vordergrund sind.

In einer therapeutischen Hypnosesitzung ist ein gewisses Maß an „Wachheit“ sogar von Vorteil, um das innere Erleben während der Hypnose bewusst wahrzunehmen. Denn dadurch werden Gedanken und Gefühle für die zusätzliche bewusste Verarbeitung in der Therapie zugänglich.

4. Kann es passieren, dass ich nicht mehr aufwache?

Diese Angst hängt mit der Vorstellung zusammen, dass Hypnose ein bewusstloser und willenloser Zustand ist.

Da Hypnose aber kein Zustand der Bewusstlosigkeit ist (siehe oben) kannst Du auch selbständig wieder aus der Hypnose raus gehen. Wie das Schritt für Schritt am Leichtesten geht lernst Du ganz am Anfang einer Hypnose-Therapie.

Und selbst wenn ein Hypnotiseur Dich nicht aus der Hypnose hinaus begleiten würde, würdest Du einfach nach einiger Zeit von selbst die Hypnose beenden und aufstehen.

5. Kann ich während der Hypnose heimlich manipuliert werden?

Hier geht es oft um die Angst, dass vielleicht etwas gegen seinen Willen zu tun.

In einer Hypnose-Sitzung bist Du nicht bewusstlos (siehe oben) und auch nicht willenlos. Du kannst einen Trancezustand jederzeit beenden, wenn er Dir nicht angenehm ist. Wie das am Einfachsten geht zeige ich übrigens ebenfalls immer zu Beginn einer Hypnose-Therapie.

Allerdings geht es bei einer Therapeutischen Hypnose-Sitzung natürlich darum, dass Du Dich dafür entscheidest, in Hypnose zu gehen und so die oft verblüffenden Erfahrungen und Veränderungen in der Trance zu erleben.

Ob und wie tief Du in Trance gehen willst entscheidest Du immer selbst. Und zwar genau so, wie es für Dich in Ordnung und auch angenehm ist.

6. Kann ich in Hypnose Dinge sagen oder tun, die ich nicht will?

Auch hier geht es um die Angst, die bewusste Kontrolle über sich zu verlieren.

Da Du in einer therapeutischen Hypnose-Sitzung aber nicht bewusstlos bist (siehe oben) und auch Deine Persönlichkeit erhalten bleibt, bist Du Dir auch während der Trance Deiner innersten Werte bewusst. Oft sogar noch deutlicher als im Alltag.

Du kannst also immer bewusst entscheiden, ob Du etwas tun oder sagen möchtest oder nicht.

7. Was erlebe ich in einer therapeutischen Hypnose?

Je nach Thema und Ziel Deiner therapeutischen Hypnose-Sitzung sind natürlich die Erlebnisse unterschiedlich. Es gibt aber Gemeinsamkeiten, über die viele meiner KlientInnen berichten.

Das sind häufige Erfahrungen, über die meine Klienten berichten:

  • Oft wird von allgemein „angenehmen Gefühlen“ berichtet.
  • Sehr oft höre ich Bemerkungen wie, „so entspannt wie nach einem tiefen Schlaf“. Eine Klientin hat sich sogar tiefer entspannt fühlt als jemals nach ihrem normalen Schlafen.
  • Manche erleben körperlich ein Gefühl von Wärme, eine angenehme entspannte Schwere oder sogar ein angenehmes, warmes Kribbeln. (Der Grund ist, dass sich in Hypnose die Muskeln meist entspannen.)
  • Der Atem wird meist ruhiger und tiefer.
  • Manchmal ändert sich das Zeitgefühl und Du hast das Gefühl, dass die Sitzung schneller oder langsamer verlief, als sie tatsächlich gedauert hat.
  • Das Denken wird oft als klarer empfunden.
  • Viele berichten, dass ihre Wahrnehmungen in Hypnose sogar besonders lebendig waren.
  • Die meisten Menschen erinnern sich an alles, was sie in der therapeutischen Hypnose-Sitzung erlebt haben.

Wer schon mal Autogenes Training gemacht hat, dem werden manche Erfahrungen vielleicht sogar bekannt vorkommen. Kein Wunder, denn das Autogene Training wurde auf Basis der Erfahrungen mit der Hypnose entwickelt.

Therapeutische Hypnose ist Teamwork

Stell Dir die therapeutische Hypnose-Sitzung als eine Art gemeinsame Reise zu einem inneren Bewusstsein-Raum vor. Dabei gehe ich als Deine Hypnosetherapeutin voran, ich zeige Dir den Weg, gebe Hilfestellungen und Du folgst mir auf dem Weg und sammelst so Erfahrungen im hilfreichen Umgang mit Deinem inneren Bewusstsein.

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